Vom Heldmanskamp zur Volker-Zerbe-Halle
20. August 2008Im Gespräch mit Volker Zerbe
Wir treffen Zerbe während der Olympischen Spiele 2008 an einem regnerischen Tag an der Lipperlandhalle in Lemgo. 2,11m sind dann doch noch größer als erwartet. Wir begrüßen uns, er schließt die Halle auf und führt uns zur Loge des neuen Hauptsponsors des TBV, der heristo AG (ProVital). »Eine eigene Loge haben wir nicht mehr«, sagt er mit einem Augenzwinkern und versorgt uns erstmal mit Getränken.
Pokalschrank: Erste Frage, momentan sind wieder Olympische Spiele, sie waren die letzten vier Male aktiv dabei. Kribbelt es noch?
Zerbe: Man guckt sehr sehr interessiert zu. Es ist für mich eine neue Situation insofern, als ich sagen muss: Ich habe jetzt vier Spiele nacheinander mitgemacht, nach langer langer Zeit verfolgt man jetzt alle Wetkämpfe mal wieder im Fersehen. Ein ganz anderer Blickwinkel, den man da hat. Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, ich wäre nicht mit Herz und Seele dabei.
Pokalschrank: Man muss es ansprechen, vor vier Jahren, das Spiel gegen Spanien (olympisches Viertelfinale, endete nach zweimaliger Verlängerung im Siebenmeterwerfen, Anm. d. Red.), für mich war es so ziemlich das Größte was ich im Handball gesehen habe. Sind sie persönlich Henning Fritz, Thorsten Jansen und Daniel Stephan immer noch dankbar für die gehaltenen bzw. verwandelten Siebenmeterwürfe? Weil irgendwann hätten sonst sie antreten müssen…
»Es waren bewegende Momente, die wir da genießen durften, das bleibt.«
Zerbe: Dankbar will ich gar nicht sagen. Ich hätte mich vielleicht da auch nochmal beweisen können… Ich hatte einen Siebenmeter in meiner gesamten Bundesligalaufbahn geworfen – erfolgreich. Ich hätte da nochmal meinen einzigen Siebenmeter für Deutschland werfen können – hoffentlich auch erfolgreich. Nein, war schon ganz gut so, das war wirklich ein Krimi sondergleichens… Ich glaube dieses Spiel werden wir als Spieler nicht vergessen, die Stimmung, die Atmosphäre die da geherrscht hat, aber ich glaube auch alle Zuschauer, vor dem Fernseher, vor den Radios – es waren bewegende Momente, die wir da genießen durften, das bleibt.
Pokalschrank: Wie kam das denn mit den Siebenmetern?
Zerbe: Damals bei Lemgo, als ich noch sehr jung war, gab es immer andere die schneller waren, das Vorrecht hatten und irgendwann fehlte dann einfach die Praxis, es gab immer andere sehr gute Siebenmeterwerfer und identisch war es dann bei der Nationalmannschaft. Da habe ich mich auch nie aufgedrängt und irgendwann war es dann halt so, dass ich einfach nicht geworfen habe.
Pokalschrank: Danach gab es im Finale dann “nur” Silber. Sie haben im Laufe der Jahre eine Reihe anderer Titel gewonnen. Die unbeliebte Frage: Gibt es einen, den sie herausheben möchten?
»Das einzige, was ich aufbewahrt habe, ist die olympische Silbermedaille.«
Zerbe: Das hängt immer auch damit zusammen, zu welcher Zeit es passiert ist. Der erste Titel mit Lemgo, 1995 DHB Pokal, das war natürlich herausragend, erster Titel der Vereingeschichte, super, man hat gefeiert, man hat gemerkt wie die Bevölkerung dahintersteht. Nationalmannschaft natürlich Europameisterschaft 2004 nach langer langer Zeit des oben Mitspielens dann endlich mal auf dem Treppchen oben zu stehen, das war gigantisch. Aber es bleibt das Nonplusultra für einen Sportler, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Wenn man da auf dem Treppchen steht, ist das etwas, was man sehr sehr gerne in Erinnerung behält. Auch das Einzige, was ich aufbewahrt und in die Vitrine gelegt habe ist die Silbermedaille. Da spürt man, was für einen Wert die hat.
Pokalschrank: Wie sehen sie denn die politische Dimension um Olympia, es wird ja viel diskutiert?
Zerbe: Das Thema wird immer wieder zurecht aufgegriffen. Das IOC hat bei der Vergabe sicherlich auch gewusst, dass dieses Thema sicherlich aktuell sein wird. Haben es vieleicht als Chance gesehen. Für das Land, für die Presse, detaillierter berichten zu können. Ich denke, man muss sich ein Bild machen können, das war in der Vergangenheit nicht so möglich, weil die Medien gar nicht die Chance hatten, aus dem Land zu berichten. Insofern hoffe ich, dass diese Olympischen Spiele dazu beitragen, das Land zu öffnen.
Pokalschrank: Das leidigste Thema ist immer wieder das Doping. Da gab es jetzt den einstigen Drogenbeschaffer Angel Heredia, der im Spiegel ausgesagt hat, beispielsweise im 100-Meter-Finale der Herren werde es nicht einmal einen sauberen Teilnehmer geben, er selbst hätte die bekanntesten Größen aus der Leichtathletik, aus dem Schwimmen über Jahre hinweg beliefert. Ein ganz heikles Thema, wo Doping anfängt und wo es aufhört…
Zerbe: Das ist korrekt. Aber man muss die Frage stellen, was Doping bedeutet, für die Gesellschaft bedeutet. Man muss entschieden dagegen vorgehen, es ist vollkommen richtig, den Weg einzuschlagen, es zu verfolgen und unter Strafe zu stellen, weil es wichtig ist a) für die Sportler und b) als Signal für die Jugendlichen, die da nachkommen. Man muss zwar versuchen, seine Leistungsgrenze auszureizen, aber wenn die nicht ausreicht, um top zu sein, dann ist das auch nicht schlimm. Es bedarf halt auch einer Bewusstseinsänderung der Gesellschaft, dass nicht immer nur der Erste der Sieger ist, sondern auch ein zehnter Platz sehr gut sein kann. Dass dieser Teufelskreis verlassen wird, dass immer nur der Erste herausgehoben wird und letztendlich auch verdienen kann.
Pokalschrank: Doping im Handball?
Zerbe: Bei uns Handballern sind ganz ganz wenige Fälle nur bekannt, oftmals eher die bekannten Sachen, dass man mal einen Joint geraucht hat. Aber nicht um Leistung zu fördern oder aufgeputscht ins Spiel zu gehen, sondern als Genussmittel, was man aber auch zu Recht verfolgt. Ansonsten ist mir kein Fall bekannt. Das zeigt aber auch: Handball ist ein Mannschaftssport, das ist ganz anders zu betrachten als ein Individualsport. Da gibt es so viele Faktoren, die ein Spiel beeinflussen können, da ist es nicht der Punkt, die körperlichen Fähigkeiten im Hundertstelbereich auszureizen. Man darf das auch nicht alles über einen Kamm scheren. Es muss nicht jeder mitmachen, jeder kann das selbst entscheiden. Wer es macht, ist denke ich auch dem Druck der Gesellschaft unterlegen. Daher ist es richtig, es zu verbieten, es streng zu verfolgen, aber man muss auch die Gesellschaft dahin bringen, eine gute Platzierung zu feiern.
Pokalschrank: Also im Kern dann doch der Olympische Gedanke?
Zerbe: Richtig. Dennoch, wenn man die Spiele rückblickend betrachtet, wie da der Kommerz eingesetzt hat, das ist etwas, was man nicht zurückdrehen kann. Das ist auch der Antrieb für die Sportler gewesen, der dazu geführt hat, dass viele sich Doping unterwerfen, auch außerhalb Olympias – Radsport als Paradebeispiel. Das zeigt, dass wirklich nur der Erste zählt und dafür sind die Sportler bereit, alles zu geben. Selbst im unerlaubten Bereich.
»Beim Doping ist jeder selbst gefragt: Will ich es? Mache ich es mit?«
Pokalschrank: Auch weil die Zehntelsekunde schon mal 100.000 Euro Unterschied macht?
Zerbe: Exakt. Man muss dahin kommen, dass nicht nur der Erste ein unglaubliches Geld verdient, sondern muss die anderen dementsprechend vergüten. Aber diesen Druck muss man auch nicht mitmachen, wenn man die Einstellung hat, dass es moralisch verwerflich ist, mit verbotenen Mitteln ans Äußerste zu gehen und nur deswegen den Erfolg zu feiern. Ich denke, da ist jeder selbst gefragt: Will ich es? Mache ich es mit?
Pokalschrank: Für gefestigte Persönlichkeiten sicher einfacher, aber die Sportler, die da jetzt die Wettkämpfe betreiben, sind 20 Jahre oder jünger…
Zerbe: …sicherlich sind nicht einmal alle, die Doping betreiben, überhaupt schon mündig. Vielleicht, weil schon in der Jugend rübergebracht wird, dass das dazu gehört, normal ist, nicht verwerflich. Ich bin froh, dass ich Mannschaftssport gemacht habe. Für uns sind das nicht die Faktoren. Was wäre, wenn man Leichtathletik gemacht hätte und man merkt, da ist der Stillstand? Versinkt man im Mittelmaß? Oder wäre man auch bereit? Eine Frage, die dann sicher sehr schwer zu beantworten ist.
Pokalschrank: Ganz anderes Thema: Sie gelten gemeinhin als Musterbeispiel für Vereinstreue. Das stimmt aber nicht so ganz. Sie haben seinerzeit dem TV-Lemgo, ich glaube 1984, das müsste dann A- oder B-Jugend gewesen sein, den Rücken gekehrt!
Zerbe: (lacht) Richtig! Letztes Jahr B-Jugend, da bin ich vom Ortsverein TV-Lemgo zum TBV gewechselt.
Pokalschrank: Weil die Karriere schon absehbar war?
Zerbe: Ich habe im TV eine sehr gute Jugendarbeit genossen, allerdings bescheinigte man mir ein sehr großes Talent und für mich war dann beim TBV die erste Herrenmannschaft, die schon am Bundesligabetrieb teilgenommen hat, erstes oder zweites Jahr war das, das Ziel zu versuchen, da mitzumischen. Und das konnte man nur, wenn man auch mehr trainierte. Nach dem Wechsel konnte ich dann auch zweimal die Woche bei den Herren mittrainieren und das hatte dann letztlich den Ausschlag gegeben, den Wechsel zu vollziehen.
»Ich habe den Lüttfeld noch gut vor Augen.«
Pokalschrank: Wie sind die frühen Erinnerungen an den Lüttfeld? Jetzt sitzen wir ja an gleicher Stelle in der modernen Lipperlandhalle…
Zerbe: Ich habe ihn noch gut vor Augen. Jede Stufe des Ausbaus, wie die Halle vorher aussah; sie hatte zu jedem Zeitpunkt ihren Charme und ihre Atmosphäre. Ich finde es im Rückblick sehr sehr schön, alle Stufen mitgemacht zu haben. Auch weil man so sehen kann, wie sich der Handball in Lemgo entwickelt hat.
Pokalschrank: Früher sind sie als Junge im Heldmanskamp (Lemgos zweitgrößte Handballhalle, Anm. d. Red.) Auf und Ab gelaufen, heute heißt die Halle nach Ihnen, sie waren zudem Botschafter der WM, ist Ihnen so etwas nicht unangenehm?
Zerbe: Nein, es macht mich stolz. Weil ich die Möglichkeit habe, dem Sport auch etwas zurück zu geben. Die Anerkennung der Stadt, das macht mich auch stolz weil es zeigt, dass man hier lange Jahre auf einem gewissen Niveau gespielt hat. Das ist schön.
Pokalschrank: Sie sind parallel immer auch ihrem Beruf bei der Sparkasse nachgegangen. Hat sich das nie gegenseitig im Weg gestanden?
Zerbe: Im Weg gestanden? Würde ich ganz klar verneinen! Mir war es immer wichtig, neben dem Handball auch noch einen Beruf auszuüben. Für den Kopf, ich brauchte einen Bereich, wo ich auch anderweitig Verantwortung übernehmen, mich geistig bewegen konnte. Das hat mir der Beruf des Bankkaufmanns hier bei der Sparkasse auch gegeben. Aufgrund der Partnerschaft der Sparkasse mit dem TBV hatte ich dann die Plattform, weiterhin Leistungssport auf höchstem Niveau betreiben zu können. Man muss dazu wissen: ‘84, ‘85 war der Handball noch Amateursport, der hat sich dann erst so entwickelt, es war damals notwendig, auch an die Laufbahn nach der sportlichen, an die Zukunft zu denken.
Pokalschrank: Sie hatten im Laufe der Jahre auch eine Menge namhafter Trainer. Was waren die besonderen Stationen?
»Es sind auch die Erfolge, die einen mit einem Trainer verbinden.«
Zerbe: Ich glaube, jede Station war besonders. Man hat sicherlich den Einen oder Anderen besser in Erinnerung. Wichtig war mir auch immer der menschliche Faktor, zu Recht, aber ich glaube, ich habe von jedem Trainer etwas mitnehmen können, auch Menschliches, was einen hat reifen lassen. Es sind aber auch die Erfolge, die einen mit einem Trainer verbinden, die schönen Momente, an die man sich erinnern kann.
»In der Champions League Erfolg zu erhaschen, wäre schön gewesen.«
Pokalschrank: Am Ende gab es sogar noch die Möglichkeit, zu einem Kurzeinsatz unter Noka Sedarusic zu kommen, von dem ja viele Spielerkollegen schwärmen. Warum haben sie das Angebot, in Kiel einzuspringen, abgelehnt? (Der THW Kiel hatte aufgrund von Verletzungssorgen für die Champions League dringend einen Rückraumspieler nachnominieren müssen und seinerzeit auch bei Zerbe angefragt, der spielberechtigt gewesen wäre. Anm. d. Red.)
Zerbe: Das Angebot von Kiel war sehr reizvoll. In der Champions League Erfolg zu erhaschen, wäre schön gewesen. Aber es war mir in meiner Funktion nicht möglich, die Offerte anzunehmen. Ehrlich gesagt hat es mich auch ein wenig gesträubt, ich bin TBV’er. Ich helfe natürlich gerne dem deutschen Handball, aber da ich hier in der Zeit sehr eingespannt war, war ich froh, dass mir diese Entscheidung letztlich abgenommen worden ist. Mitterweile spiele ich auch gar keinen Handball mehr, nicht einmal mehr zum Spaß.
Pokalschrank: Es kommt für sie also definitiv, auch später und in anderer Position, kein anderer Verein in Frage?
Zerbe: Ich hoffe nicht. Ich möchte mit dem TBV noch eine Menge erreichen und wünsche mir noch eine sehr sehr lange Zeit in Lemgo.
Pokalschrank: Nochmal zurück zu den Trainern: War Heiner Brand am Anfang wirklich so schlimm?
Zerbe: Er hatte die schwierige Aufgabe, am Anfang eine Mannschaft zu formen. Dafür war Disziplin von Nöten, bei einigen Kandidaten (lacht). Mit den Jahren hat sich gezeigt, dass er den richtigen Weg gegangen ist und mit den Erfolgen zeigt sich nun auch eine gewisse Lockerheit, die er sich angeeignet hat, weil die Mannschaft auf dem richtigen Weg ist. Wobei er jetzt gerade bei den jungen Spielern die Zügel wieder ein bisschen anzieht.
Pokalschrank: Aber es hat keine Herberger’schen Dimensionen mehr?
Zerbe: Nein, zum Glück.
Pokalschrank: Und die berühmte Pizza bei der WM?
Zerbe: Ich war nicht dabei, aber ich habe davon gehört und als ich dann im Film (»Projekt Gold«, Anm. d. Red.) die Sequenzen gesehen habe, konnte ich mir den Heiner sehr gut vorstellen. War zum Schmunzeln für mich…
Pokalschrank: Bei der WM haben sich viele vom Handball anstecken lassen. Es war das erste Mal, dass man in den Innenstädten auch Handball gucken konnte. Wie erklärt man sich so etwas?
Zerbe: Ich glaube, dafür sind zwei Dinge verantwortlich: Handball hat in den Vereinen an Bedeutung gewonnen, die Vereine sind sehr erfolgreich gewesen und haben gute Arbeit gemacht in den vergangenen Jahren, da sind immer mehr Leute hingegangen, haben angefangen, sich für den Sport zu interessieren. Und auch die Erfolge in der Nationalmannschaft haben dazu beigetragen, dass der Sport in der Bevölkerung ganz anders wahrgenommen wird. Nicht nur in den Hochburgen. Zudem war der Zeitpunkt ideal, 2007, nach der Fußball-WM 2006, die gezeigt hat, wie Deutschland sich darstellt, friedlich, offen und in bester Partylaune. Das hat einen Riesenschwung gegeben und das wollten die Menschen weiterleben in Deutschland. Selbst die Hockey-WM war ein Riesenerfolg, die Reiterspiele in Aachen waren gigantisch und dann kam Handball. Letztendlich ist aber ausschlaggebend der Erfolg. Wenn Du den Weltmeistertitel im eigenen Land in diesen Riesenarenen holst, mit hohen Einschaltquoten, dann zeigt das, wie die Sportart an Bedeutung gewonnen hat. Neben den Zuschauern natürlich auch für Sponsoren.
Pokalschrank: Wie kann man das weiter forcieren?
Zerbe: Wir müssen daran arbeiten, die Fernsehpräsenz dieser sehr sehr medienwirksamen Sportart weiter zu erhöhen. Das ganze noch mehr auf den Eventcharakter bringen, natürlich mit dem Spiel im Zentrum. Wichtig ist auch die Vereinsarbeit, die schon sehr gut ist, wir haben die stärkste Liga, aber da müssen alle Vereine noch weiter dran arbeiten. Nachwuchsarbeit, damit Talente nachkommen und so weiter. Wir dürfen uns auf den Erfolgen der vergangenen zwei Jahre nicht ausruhen.
Pokalschrank: Letzte Frage: Wie war das Schützenfest am Wochenende?
Zerbe: Als Lemgoer war ich auch auf Schützenfest. Man hat auch wieder versucht, mich in eine Kompanie herein zu bekommen. Ich konnte mich wieder einmal dagegen wehren und habe nur gefeiert. Es ist ein sehr schönes Fest, traditionell, sehr gesellig, insofern war ich – natürlich – auch zugegen.
Pokalschrank: Herr Zerbe, wir bedanken uns für das Gespräch.
Zur Person:
Volker Zerbe wurde am 30. Juni 1968 in Lemgo geboren und ist Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten TBV-Lemgo. Dort spielte der Linkshänder über zwanzig Jahre lang im rechten Rückraum und erzielte im Verein und später auch in der Nationlmannschaft zahlreiche große Erfolge, darunter zwei Deutsche Meisterschaften, drei Pokalsiege, den Titel des Europameisters und olympisches Silber. Zum Abschluss seiner Karriere gewann er mit Lemgo im Jahr 2006 den EHF-Cup. Seine Rückennummer 11, die für seine Größe (2,11m) steht, wird beim TBV nie wieder vergeben werden.