Karriere zwischen Wald- und Westfalenstadion
Montag, 15. September 2008Im Gespräch mit Lothar Sippel
Bundesliga-Saison ‘91 / ‘92, 38. Spieltag: Lähmendes Entsetzen macht sich bei den Frankfurter Spielern und Anhängern breit: Schiedsrichter Alfons Berg übersieht ein klares Foul an Ralf Weber im Rostocker Strafraum und verwehrt den Hessen den fälligen Elfmeter. Durch diesen schweren Schock kommt die Mannschaft nicht über ein 1:2 im Ostseestadion hinaus. Die Meisterschale ist verloren…
Ein Beteiligter dieses wohl tragischsten Moments in der Vereinsgeschichte der Eintracht ist Lothar Sippel. Der Stürmer, der nach diesem Fiasko vom Main zum BvB wechselt, spricht im Interview mit Pokalschrank über seine persönlichen Erinnerungen, Konflikte mit den Medien und die individuelle Verantwortung von Spielern, ihren Namen für wohltätige Zwecke einzusetzen.
Pokalschrank: Herr Sippel, vor den Ball zu treten haben Sie in Göttingen gelernt?
Sippel: Richtig, in Göttingen habe ich angefangen, Fußball zu spielen. Wir waren sehr erfolgreich, sind Meister geworden, aufgestiegen, Meister geworden etc. War eine schöne Zeit da. 1985 bin ich dann aus Göttingen weg. Damals kamen die ersten Bundesliga-Angebote; entschieden hab mich dann aber für Hessen Kassel – die brauchten damals nur noch zwei Punkte um aufzusteigen in die erste Liga. Kassel war nicht so weit weg von zu Hause, Mutter konnte noch waschen und kochen und das war tatsächlich ein ausschlaggebender Punkt für mich…



